Früher oder später müssen wir alle einsehen: Wir können irgendwelche von unseren Zähnen verlieren. Der Zahnmangel (egal ob klein oder gross) muss in der kürzesten Zeit abgeschafft werden. Zahnersatz wird nötig.
Zur Abschaffung von kleineren Zahnmängeln oder von dem Mangel eines Zahnes mussten bei den traditionellen Zahnersätzen auch die benachbarten Zähne behandelt werden. Sie mussten abgeschliffen werden, auch wenn sie ganz gesund waren! Aber es gibt auch eine andere Lösung: Das Implantat.
Implantate ersetzen fehlende Zähne, das bedeutet: auch die Zahnwurzel. Sie werden auf den Ort der früheren Zähne, in den Kiefer implantiert. Während der Heilungsperiode umwächst das Knochen in solchem Masse das Implantat, dass es sicher in dem Knochen befestigt wird. Die Heilungsperiode dauert durchschnittlich 3 Monate. Während dieser Periode befinden sich die Implantate unter dem Zahnfleisch (unter der Schleimhaut), das die Implantete während dieser Zeit vor der Belastung schützt. Danach wird der Kopf (Aufbau) in das Implantat eingeschraubt, und daran werden der "neue Zahn", wie die Kronen in dem traditionellen Vorfahren befestigt. Statt der Zahnwurzel nimmt das Implantat die Kaubelastung auf, und schickt diese gleichmässig weiter in die Richtung des Kiefers.
Damit die künstliche Zahnwurzel sicher im Kiefer befestigt wird, müssen die Implantate drei Erforderungen erfüllen:
Die Implantate werden aus biologisch neutralem Titan hergestellt. Der menschliche Organismus akzeptiert das Titan. So ist es ausgeschlossen, dass es zu einem Abstoßen wegen des Materials kommt.
Das hängt von den jeweiligen Umständen (Indikation) ab, die in Ihrem Fall der Zahnarzt festlegt.
Im folgenden zeigen wir Ihnen an einigen Beispielen, wann ein Implantat verwendet werden kann.
Damit der Zahnarzt die benachbarten, gesunden Zähne nicht abschleifen muss, um eine Brücke anzufertigen, verwendet er ein Implantat, um den fehlenden Zahn zu ersetzen.
Der Zahn 4 hinter dem Augenzahn hat gefehlt, dieser wurde mit einem Implantat ersezt. Das Implantat trägt die Krone.
Der obere linke Zahn 1 musste wegen eines Unfalles wurzelbehandelt werden. Im Kiefer hat ein chronischer Entzündungsvorgang begonnen. Das führte dazu, dass die Zahnwurzel locker wurde. Nach der Zahnextraktion wurde das Implantat gleich eingesetzt, und der endgültige Zahnersatz wurde in 3 Monaten fertig. Während des Eingriffes wurde auch die Schleimhaut ästhetisch wieder hergestellt.
Die beiden Zähne hinter dem Augenzahn rechts oben haben gefehlt. Anstelle des ersten kleinen Mahlzahnes wurde das Implantat eingesetzt, und es wurde mit dem ersten grossen Mahlzahn verbunden. So konnte eine Brücke angefertigt werden, ohne den Augenzahn abschleifen müssen zu haben.
Mit der herkömmlichen Prothetik bietet sich hier lediglich die Möglichkeit einer herausnehmbaren Prothese an, die auf der Schleimhaut aufliegt. Mit der Verwendung von Implantaten kann man in einem solchen Fall die Basis für eine festsitzende Brücke schaffen.
Hinter dem Augenzahn rechts oben fehlen alle Zähne. Auf drei Implantate wurde eine eingeklebte Brücke aufgebaut. Die eingesetzten Implantate nach der Heilung. Und die fertige Brücke, die nur die Implantate tragen.
In diesem Fall werden die Implantate so plaziert, dass sie gemeinsam mit den vorhandenen Zähnen als Pfeiler funktionieren. Abhängig von dem Fall wird dann ein festsitzender oder ein herausnehmbarer Zahnersatz angefertigt.
An der Röntgenaufnahme kann man sehen, das die Distanz zwischen dem linken unteren Augenzahn und dem Weisheitszahn zu gross ist, deshalb sind diese zwei Zähne zum Ersatz der fehlenden 4 Zähne nicht genügend. Deswegen wurde anstelle des Zahnes 6 ein Implantat eingesetzt. Mithilfe des Implantates konnte schon die festsitzende Brücke angefertigt werden.
Die übliche Prothese liegt auf dem Zahnfleisch auf. Im Falle von Implantaten wird die Prothese so fixiert, dass sie das Sprechen und den Kauvorgang nicht behindert.
Der Vorteil der Implantate liegt auf der Hand: Ihre Zähne sitzen fest, und Sie werden erfahren, dass Sie zusammen mit den "neuen Zähnen" auch Ihr Selbstvertrauen zurück bekommen.
Obwohl man durch die Verwendung der Implantate auf die Zahnersätze nicht verzichten kann, wird das Ausmaß der Prothesen oftmals entschieden geringer, und die Prothese kann leichter an ihrem natürlichen Ausgangspunkt befestigt werden. Sie selbst oder andere Personen bemerken den Zahnersatz kaum, da er sowohl ästhetisch als auch funktionell günstiger ist.
Sie können Ihre "neuen Zähne" wie Ihre eigenen tragen. Der festere Sitz der Prothese ermöglicht es Ihnen, kräftiger zu kauen, und somit können sie alle Gerichte essen. Auch beim Reden wird Sie die Prothese nie stören, und so können Sie wieder herzhaft lachen.
Zuerst wird Ihr Zahnarzt Sie gründlich untersuchen. Bevor mit dem Implantieren begonnen werden kann, müssen eventuell vorhandene Entzündungen geheilt werden. Die kariösen Zähne und die Paradonthose müssen zuerst behandelt werden. Im Falle einer allgemeinen Erkrankung ist es möglich, dass Sie zuerst mit Ihrem Hausarzt konsultieren müssen.
Nachdem Ihr Zahnarzt ein umfassendes Bild von dem Ausmaβ der Zahnlücke und von Ihrem Gebiss gemacht, und alles geplant hat - bzw. Sie über die Behandlung informiert hat, kann der Eingriff beginnen.
Nach der örtlichen Betäubung - bei Bedarf wird die Behandlung natürlich auch unter Narkose durchgeführt, in manchen Fällen (z. B. bei dem gleichzeitigen Einsetzen von 6 Implantaten) ist sie sogar ratsam - wird der Kiefer an der Stelle geöffnet, an die das Implantat später eingesetzt werden soll. Das Implantatbett wird vorbereitet, das Implantat eingesetzt und das Zahnfleisch vernäht. Nach der Implantation ist höchstens 2-3 Tage lang mit geringen Unannehmlichkeiten zu rechnen. Während dieser Zeit kann es an der Operationsstelle zu Schwellungen und leichten Schmerzen kommen, die allerdings mit Medikamenten schnell zu beseitigen sind. Die regelmäßige Softlaser-Behandlung nach der Operation beschleunigt die Heilung und senkt die Möglichkeit eventuell auftretender Komplikationen.
Das Implantat wird mit der Schleimhat bedeckt, so schützen wir es in der Heilungszeit vor übermäßiger Belastung. Dies ermöglicht eine komplikationsfreie Heilung.
Nach 3 - 6 Monaten (von dem Fall abhängig) sind die Implantate im Allgemeinen vollständig mit dem Knochen verwachsen. Danach wird der Aufbau in das Implantat verschraubt, und darauf sitzt der Zahnersatz später.
An den folgenden Internetseiten finden Sie weitere Informationen über die Materialien, die beim Einsetzen der Implantete verwendet werden:
http://www.friadent.com
http://www.nobelbiocare.com
http://www.geistlich.ch
Das Einsetzen eines Implantats dauert 15-20 Minuten. Dieser Eingriff ist oft einfacher, als eine Zahnextraktion. Beim Einsetzen des Implantats setzt man ja in eine gesunde Umgebung und unter sterilen Umständen eine Schraube mit genau bestimmten Ausmass an eine bestimmte Stelle des Kiefers ein. Infolgedessen ist die Wundheilung schnell. Wenn auch Nähte eingesetzt werden, werden sie 5-10 Tage nach der Operation entfernt.
Am Tag des Eingriffs ist es nicht empfehlenswert, zu reisen, zu fliegen. Es ist aber schon am nächsten Tag möglich, wenn die Nähte auch zu Hause entfernt werden können. Aber ein längerer Aufenthalt in unserem Land ist in allen Fällen empfehlenswert, denn so können wir die Wundheilung ständig kontrollieren, und mit Softlaser-Behandlung beschleunigen.
Nein. Anhand unserer eigenen Statistik können wir 4 von 100 Implantaten nach der Heilungszeit nicht benutzen. Das kann auch passieren, wenn es nach der Operation zu keinen Schwellungen und Schmerzen gekommen ist, wenn die durchschnittlich 3 Monate lange Heilungszeit ohne Komplikationen vergangen ist. In solchen Fällen wird das Implantat entfernt, und nach 8-10 Wochen erneut eingesetzt. Es ist bei uns noch nie vorgekommen, dass der Organismus das erneut eingesetzte Implantat nicht als körpereigen akzeptiert hätte. Das bedeutet aber natürlich keine Garantie für alle zukünftigen Fälle.
Alles in allem: 96% aller Implantationen sind erfolgreich. Die weiteren 4% können auch erfolgreich gelöst werden, nur die Behandlungszeit wird länger.
Natürlich gibt es Fälle, in denen keine Implantation möglich ist.
Zum Beispiel:
Diabetiker können Implantate erhalten, wenn die Menge des Blutzuckers gut eingestellt ist, und sie auch während der Behandlung unter ständiger Kontrolle bleibt. In diesem Fall ist der enge Kontakt zum Hausarzt von großer Bedeutung.
Im Interesse einer langen Lebensdauer des Implantats ist die gründliche Mund- und Zahnpflege von großer Bedeutung, genauso wie bei den natürlichen Zähnen. Eine unzureichende Mund- und Zahnpflege führt früher oder später zum Verlust der Implantate. Deshalb empfiehlt der Zahnarzt im Falle von unzureichender Zahnpflege keine Implantate.
Hier haben wir natürlich nur Beispiele angeführt, die in der Praxis nicht immer der Fall sein müssen.
Eine Vorassetung der erfolgreichen Implantation ist, dass das Implantat mit angemessenem Ausmass an die angemessene Stelle eingesetzt werden kann. Zur erfolgreichen Implantation muss ausreichende Kochensubstanz an dieser Stelle vorliegen. Das ist natürlich nicht immer der Fall. Es gibt chirurgische Techniken, mit denen die angemessene Höhe und Breite des Kieferknochens wieder hersgetellt werden können. Geht es um kleineren Verlust an Knochensubstanz, können wir dieses Problem beim Einsetzen des Implantats gleich lösen, aber bei grösserem Verlust ist ein extra Eingriff nötig. Bei dem Knochenersatz verwenden wir oft Mittel und Membranen, die bei der künstlichen Knochenregenaration helfen. In diesen Fällen kann die Heilungszeit sogar 4-8 Monate dauern - das hängt von dem Mass des Eingriffes ab.
Die Implantate entsprechen den technischen Anforderungen an einen dauerhaften Zahnersatz.
Wie lange Sie sie mit Freuden tragen können, hängt in erster Linie von Ihnen ab! Denn Sie können mit gründlicher Zahnhygiene Entzündungen vorbeugen, die die Implantate gefährden könnten.
Viele Patienten tragen ihre Implantate schon seit vielen Jahren beschwerdefrei. Wenn Sie die strengen Ratschläge Ihres Zahnarztes bezüglich der Mundhygiene beherzigen, können Sie an Ihrem festen Zahnersatz viel Freude haben.
Fragen Sie Ihren Zahnarzt, wie und womit Sie Ihre Zähne am besten pflegen können. Er wird Ihnen sagen können, welche Produkte für Sie aus zahnärztlicher Sicht am besten geeignet sind. In den Geschäften sind viele gute Artikel erhältlich: angefangen von Zahncreme über die entsprechend geformten Zahnbürsten bis hin zur Zahnseide.
Bitte hören Sie auf den zahnärztlichen Rat:
Mit guter Mund- und Zahnhygiene erhalten Sie sich nicht nur Ihre natürlichen Zähne gesund, sondern auch Ihre "neuen Zähne" können so viele Jahre lang ihre Aufgabe erfüllen.